Mit Fassadendämmung von heute Rohstoffe für morgen sichern

Neuartiges Steinwolle-System ermöglicht sortenreines Recycling und Wiederverwertung der Rohstoffe

Die sortenreine Trennung der einzelnen Schichten eines Wärmedämm-Verbundsystems galt bislang als große Herausforderung. (Bild: Heck Wall Systems)

Bilder: Heck Wall Systems

Wer heute sein Haus dämmt, möchte Heizkosten sparen und die Umwelt schützen. Ein modernes Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) ist dabei auf eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren ausgelegt. Doch was passiert mit der Fassade, wenn sie nach dieser Zeit erneuert werden muss? Die sortenreine Trennung der einzelnen WDVS-Schichten galt bislang als größte Herausforderung.

Mit HECK MW ecoCycle kommt nun ein zum Patent angemeldetes System auf Basis natürlicher Steinwolle auf den Markt, das konsequent für die Wiederverwertung entwickelt wurde. Am Ende der Nutzungszeit lassen sich alle Systembestandteile einfach sortenrein trennen und als wertvolle Rohstoffe in den Kreislauf zurückführen.

„Echte Nachhaltigkeit bedeutet, schon beim Bau an das Danach zu denken“, erklärt Heiko Faltenbacher vom Hersteller HECK Wall Systems. „Das neue Dämmsystem bietet Hausbesitzern die Sicherheit, dass ihre jetzige Investition später beim Rückbau als wertvoller Rohstoff wiederverwendet und recycelt werden kann.“

Der Kleber wird auf der Rückseite der Dämmplatten angebracht und diese dann an die Wand gedrückt. (Bild: Heck Wall Systems)
Anschließend erfolgt die mechanische Befestigung der Dämmplatten mit Dübeln. (Bild: Heck Wall Systems)
Nach Armierung und Grundierung wird abschließend ein Oberputz und ggf. ein Schlussanstrich aufgetragen. (Bild: Heck Wall Systems)

Integrierte Separationsgewebe
Der entscheidende Kniff liegt in speziellen, im Dämmsystem integrierten, Separationsgeweben, die beim Rückbau als Trennebenen fungieren. Wenn das Dämmsystem in ferner Zukunft ausgedient hat, ermöglichen sie die saubere Trennung von Putz, Kleber, Dübeln und Steinwolle-Dämmplatten. So können die Materialien in den Produktionskreislauf zurückkehren.

Verarbeitung wie gehabt
Fachbetriebe können bei der Verarbeitung auf vertraute Abläufe zurückgreifen. Das System wird wie eine klassische Dämmung fachgerecht geklebt und gedübelt. Die Ausführung erfordert weder ungewohnte Arbeitsschritte noch spezielle Maschinen.

Komfort und Sicherheit für Bauherren
Für Hausbesitzer bringen die bauphysikalischen Vorteile neben ausgezeichnetem Wärmeschutz (Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(mK) auch ein Maximum an Sicherheit. Das Dämmsystem ist umfassend geprüft, zugelassen und in die Baustoffklasse A2-s1, d0 eingestuft. Das heißt: nicht brennbar. Gleichzeitig tragen die diffusionsoffenen mineralischen Materialien zu einem wohngesunden Raumklima bei. Zudem erfüllt ein nachweislich kreislauffähig gebautes Haus heute bereits künftige Umweltstandards, was die langfristige Wertbeständigkeit der Immobilie sichert.

Für den Rückbau werden zunächst vertikale Schnitte durch Oberputz und Armierungslage vorgenommen. Dann lässt sich dank des Separationsgewebes die komplette Putzbeschichtung rückstandsfrei von den Dämmplatten lösen. (Bild: Heck Wall Systems)
Im nächsten Schritt werden die Dübel entfernt. (Bild: Heck Wall Systems)
Nun lassen sich die Dämmplatten entlang des mittleren Separationsgewebes vom Kleber trennen und sortenrein entfernen. Abschließend wird die Kleberschicht mittels der unteren Lage Separationsgewebe vom Untergrund entfernt. (Bild: Heck Wall Systems)

Detaillierte Infos unter www.wall-systems.com (unbeauftragte Werbung).