BIO-ARCHITEKTUR UND DESIGN
Wände mit Tiefenwirkung: Wenn Licht auf feine Tonerden trifft
Wer eine Abwechslung zu farbig gestrichenen Wänden sucht, findet in Lehmfeinputz eine lebendige Alternative. Die feine Körnigkeit erzeugt je nach Tageslichteinfall lebhafte Oberflächen mit Tiefenwirkung. Durch die Kombination aus weißem Tonmehl und Feinsand aus Carrara-Marmor entsteht ein warmer Weißton. Das Material lässt sich mit Erd- und Mineralpigmenten in unzähligen Farbtönen einfärben, mit dekorativen Zuschlagstoffen lassen sich weitere Akzente setzen. Beigemischte Cellulose sorgt für Stabilität und verhindert das Abkreiden der Oberfläche.
Holzpflege mit Lichtschutzfaktor
Wie unsere Haut leidet auch das Holz unter intensiver Sonneneinstrahlung. Es trocknet aus, wird spröde und verfärbt sich. Für das Wohlergehen des Holzes ist ein wirksamer Sonnenschutz so wichtig wie der vor Verwitterung – wird aber häufig vernachlässigt. Experte Werner Koppermüller empfiehlt öl- oder wasserbasierte Holzlasuren, bei denen Weißpigmente das UV-Licht brechen – wie die Sonnenmilch auf der menschlichen Haut – und ein unerwünschtes Nachdunkeln verhindern.
Problemzone Dach: Zeitungspapier stoppt Sommerhitze
Vor allem Dachgeschossbewohner leiden unter den sommerlichen Hitzewellen. Denn ungedämmte Dächer werden oft als Haupteintrittspforte für die Hitze identifiziert. Lückenlose Dämmungen mit Cellulose erweisen sich als besonders effektiver Sperrriegel. Cellulose speichert fast doppelt so viel thermische Energie wie mineralische Fasern und ermöglicht eine massive Phasenverschiebung: Die Hitze gelangt erst nachts ins Innere und kann dann prompt wieder hinausgelüftet werden.
Putze mit Kühleffekt – wenn die Hitze an die Wand fährt
An Hitzetagen dienen nasse Laken und Ventilatoren oft als erste Notlösung in Innenräumen, doch ein physikalisch wirksamer regulierender Faktor wird dabei meist übersehen: die Beschaffenheit der Wandoberfläche „Bei Kalk helfen mehrere Faktoren, die Raumtemperatur im Zaum zu halten, vor allem die Feuchteregulierung", so Thomas Bühler, Geschäftsführer des Naturbaustoffherstellers HAGA.
Rollläden aus Recycling-Aluminium: 85 % weniger CO2
Der ökologische Fußabdruck des Gebäudes ist immer mehr Bauherren und Modernisierern ein Anliegen. Die Verwendung von kreislauffähigem Material spielt dabei eine Schlüsselrolle, wobei insbesondere in Aluminium ein enormes Potenzial steckt: Das vielseitig verwendbare Leichtmetall lässt sich ohne Qualitätsverlust unendlich oft recyceln und spart dabei 95 % der Energie ein. Das macht moderne Rollladensysteme – über ihre bautechnischen Vorzüge hinaus - zu einem wichtigen Faktor für die Ökobilanz.
Der Taupunkt-Falle entkommen
Beim Neubau des Hauptsitzes samt Vertriebszentrum in Pijnacker hat Bever jetzt gezeigt, dass es auch Wert aufs Wohlbefinden im Büro legt: Der ganze Verwaltungsbereich ist auf 1.270 m2 Fläche mit Natur-Klimadecken von Argillatherm ausgestattet. Mit ihnen lassen sich große Räume nicht nur heizen, sondern im Sommer auch von oben kühlen. Dabei lösen sie die Taupunktproblematik ohne zentrale Lüftungsanlage und Taupunktüberwachung.





